Schnupfen ist eine harmlose Erkrankung, die von selbst ausheilt. Gegen die Symptome gibt es eine Unzahl an Medikamenten. Nicht alle halten, was sie versprechen.

Sie kennen die alte Volksweisheit: „Die Erkältung dauert mit Therapie sieben Tage – ohne eine Woche“. Der alte Spruch stimmt. Was wir mit Medikamenten erreichen können, ist höchstens eine Linderung der lästigen Symptome. Wirklich verhindern oder ursächlich therapieren lässt sich der Schnupfen nicht. Das liegt daran, dass die virale Rhinosinusitis (Entzündung der Nase und Nebenhöhlen) eine sogenannte „selbstlimitierende Erkrankung“ ist. Sie heilt von allein wieder aus. Die Ursache der lästigen Symptome ist die Reaktion des Immunsystems.
In den Apotheken wird eine Vielzahl von Präparaten angeboten, welche die Schnupfen- und Erkältungssymptome lindern. In großen Studien stellte sich allerdings heraus, dass viele davon nicht die erwartete Wirkung entfalten. Es folgt eine kleine Übersicht, welche Methoden zur Schnupfenbekämpfung erfolgreich sein könnten:

Abschwellen der Schleimhäute

Wenn sich die Schleimhäute der Nase und die Nebenhöhlen entzünden, bringt der Körper vermehrt Zellen des Immunsystems in die betroffene Region. Resultat ist die Schwellung, die das Atmen erschwert. Besonders nachts bekommt man keine Luft. Abschwellende Medikamente wirken, indem sie die Blutgefäße verengen. Die Schwellung geht so zurück. Es gibt sowohl Medikamente zur Einnahme als auch Nasensprays zur örtlichen Behandlung. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welches Präparat für Sie geeignet sein könnte. Doch Vorsicht: Der Körper gewöhnt sich an die abschwellenden Substanzen. Die benötigte Dosis wird immer höher. Nach etwa drei Tagen haben diese Präparate keine Wirkung mehr. Kleine Kinder oder Menschen mit hohem Blutdruck dürfen keine abschwellenden Medikamente nehmen.

Zink

Zinktabletten können den Schnupfen zwar nicht verhindern, wenn sie rechtzeitig – also bei den ersten Zeichen einer Erkältung – eingenommen werden, können sie die Erkältung allerdings verkürzen.

Befeuchten der Nasenschleimhaut

Nasensprays mit Salzlösung halten die Schleimhäute feucht und lindern die Symptome. Sie können den Salzwasser-Nasenspray zusätzlich zu einem Spray mit abschwellender Wirkung verwenden, um die Gewöhnung des Körpers zu verzögern. Wirkstoffe wie Dexpanthenol oder Hyaluronsäure helfen der Schleimhaut dabei, die Feuchtigkeit zu halten und unterstützen die Wundheilung. Wenn die Schleimhaut rissig ist, können Bakterien, Viren und Allergene leichter eindringen.

Fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente

Oft enthält die Hausapotheke ein oder mehrere Medikamente, die Fieber senken, gegen Schmerzen wirken und die Entzündung hemmen. Diese nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Aspirin, Ibuprofen und Paracetamol können ebenfalls helfen, die Symptome zu lindern. Sie sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Nehmen Sie Aspirin und Ibuprofen nicht gemeinsam ein, und verzichten Sie über den Zeitraum der Einnahme auf Grapefruit und Grapefruitsaft. Darin enthaltene Stoffe können die Wirkung der Medikamente verstärken.

Quellen:

  • Allan MG et al., Prevention and treatment of the common cold: making sense of the evidence. CMAJ 2014 Feb 18; 186(3):190–199